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Der junge Törless - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1966
Spr.: D: D für Hörgeschädigte. 84 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Der junge Törless - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1966 für 7.99 €

Der junge Törless - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 1/1966

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Volker Schlöndorffs kongeniale Robert-Musil-Adaption über dekadente Internatsschüler und ihre perfiden Machtspiele wurde in Cannes ausgezeichnet und erhielt drei Deutsche Filmpreise. Heute gilt er als einer der Initialfilme des Jungen Deutschen Films. Thomas Törless kommt auf ein Internat für Jungen aus wohlhabenden Kreisen. Schnell durchschaut er die Machtstrukturen, hält sich aber bewusst im Hintergrund. Mit zwei Schülern gründet er eine Art Geheimbund, und als ein Außenseiter des Diebstahls überführt wird, zeigen sie ihn nicht bei der Internatsleitung an, sondern quälen und missbrauchen ihn. Törless ist von Gewalt fasziniert und angewidert zugleich. D 1966. Literaturverfilmung mit Mathieu Carrière, Marian Seidowsky, Fred Dietz u.a. Regie: Volker Schlöndorff.

Spr.: D: D für Hörgeschädigte. 84 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Originaltitel: LES DESARROIS DE L'ELEVE TOERLESS

Produktionsland: BR Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr: 1965
Produktionsfirma: Franz Seitz/Nouvelles Editions de Films

Darsteller: Mathieu Carrière (Törless), Bernd Tischer (Beineberg), Marian Seidowsky (Basini), Alfred Dietz (Reiting), Barbara Steele (Bozena), Hanna Axmann-Rezzori (Frau Törless), Herbert Asmodi (Herr Törless)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff

Kamera: Franz Rath

Musik: Hans Werner Henze

Schnitt: Claus von Boro

Vorlage: Robert Musil

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
Es geht um Macht und um Demütigungen. Es geht um Menschen, um jugendliche Internatsschüler, die miteinander spielen. Nicht im Sinne heiterer Kindereien, sondern mit Gewalt und Brutalität, mit Diskriminierung und Unterwerfungen. Als fast neutraler Beobachter erscheint Törless. Er gehört zur Seite der Unterwerfer, zusammen mit zwei anderen Klassenkameraden foltert er einen Kameraden, der gestohlen hat und nicht dem Direktor angezeigt werden will. Schnell lernen die Jungen ihre Macht zu lieben, nur Törless schaut mit interessierten Augen zu. Er nimmt an den Schlägen nicht teil, ist aber fasziniert und abgestoßen von der Macht der Freunde und der Willenlosigkeit des Opfers. Für ihn ergibt sich eine neue Philosophie. Schlöndorffs Film besticht durch seinen konsequenten Diskurs und dessen symbolische Bilder. Wenn Tiere von den Jungen gequält werden oder Schlöndorff das Schlachten eines Schweins zeigt, so sind dies nur die unteren Stufen der Treppe, die er mit Törless und den anderen Jungen noch geht. Schon bald werden Menschen die Tiere sein und die Macht über sie wird bleiben. Schwache Menschen werden zu Mäusen und die Herrscher zu Bestien. "Der junge Törless" scheint fast ein Unterrichtsfilm zu sein, ein Film in Sachen Moral. Es geht um Werte, um Gewissen. Schnell wird es über Bord geworfen für Macht und Gewinn. Und wie sich Menschen in Machtzwängen verhalten, egal, ob sie sie ausüben oder ihnen unterliegen, das zeigt Schlöndorffs Film in beeindruckender und schrecklicher Weise. Eine gelungene Studie über Menschen in beängstigenden Bildern voller Enge und Ausweglosigkeit.


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