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Shirins Hochzeit - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1976.
Spr.: D. 120 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
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Shirins Hochzeit - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1976. für 7.99 €

Shirins Hochzeit - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 5/1976.

SKU# 895251

Seit ihrer Kindheit ist Shirin Mahmud versprochen. Doch während Mahmud in Deutschland schuftet, soll die Türkin mit dem Landverwalter ihres Vaters verheiratet werden. Shirin flieht Hals über Kopf nach Deutschland. Auf der Suche nach ihrem Mahmud, wird sie mit der deutschen Wirklichkeit konfrontiert und trifft schließlich Aida, einen jungen netten Mann, der sie schamlos ausnutzen wird. "Helma Sanders hat hier alles riskiert und sie hat alles gewonnen" (Süddeutsche Zeitung). Dennoch: Der Film löste Demonstration gegen den WDR aus, die rechtsgerichtete türkische Tageszeitung "Tercüman" machte unverblümt Hatz auf Hauptdarstellerin und Regisseurin, selbst das türkische Parlament diskutierte über "Shirins Hochzeit" und 1980 tauchte Protagonistin Ayten Erten unter. Drama mit Ayten Erten, Jürgen Prochnow, Peter Franke, Hildegard Wensch u.a. Regie: Helma Sanders-Brahms.

Spr.: D. 120 Min. FSK 16. Mono DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1975
Produktionsfirma: WDR

Darsteller: Ayten Erten (Shirin), Jürgen Prochnow (Aida), Aras Oren (Mahmud), Aliki Giorgouli (Maria), Peter Franke (Meister)

Regie: Helma Sanders-Brahms

Drehbuch: Helma Sanders-Brahms

Kamera: Thomas Mauch

Die Empfehlung unseres Filmexperten Marek Bringezu aus der Merkmail:
In der deutschen Filmgeschichte ist Folgendes, so glaube ich, ein einmaliger Vorgang: Eine Regisseurin dreht einen Film, der zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen läuft. Danach bricht ein Sturm der Empörung aus. Es kommt zu Demonstration gegen den Sender und Anfeindungen gegen die Filmemacher. Eine rechtsgerichtete Zeitung macht gezielt Stimmung gegen den Film. Es gibt Morddrohungen, und die Regisseurin und ihre Hauptdarstellerin kommen unter monatelangem Polizeischutz. Am Ende beschäftigt sich gar das türkische Parlament mit dem Film. Er heißt "Shirins Hochzeit", stammt aus dem Jahr 1976 und seine Regisseurin ist Helma Sanders-Brahms. Doch welche Geschichte erzeugt einen derartigen Aufruhr? Sanders-Brahms wandelt eine alte orientalische Liebesgeschichte ab: Damit sich zwei Liebende erreichen, müssen sie sich durch einen eisernen Berg graben. Diesen Kraftakt überträgt die Regisseurin in die Gegenwart. Shirin ist seit ihrer Kindheit Mahmud versprochen. Doch während Mahmud in Deutschland schuftet, soll die Türkin mit dem Landverwalter ihres Vaters verheiratet werden. Shirin flieht Hals über Kopf nach Deutschland. Deutschland wird der eiserne Berg, durch den sie sich graben muss, um ihre Liebe zu erreichen. Aber dieses kalte Land ist kein Märchenland, auch wenn es glitzert und Wohlstand verspricht. Shirin wird in einer Fabrik arbeiten, sie wird ihr Kopftuch ablegen, sich die Haare blond färben, sie gerät an einen Zuhälter und wird sich prostituierten. Als sie ihren Mahmud endlich wiedertrifft, wird er nur ein Kunde sein und für die "Liebe" wie alle anderen bezahlen müssen. Shirin ist ein Opfer ihrer Umstände. Einfühlsam und konsequent erzählt Sanders-Brahms die Geschichte einer Fremden in der Fremde. Und sie offenbart eine bigotte Moral: Shirin ist gut genug, um als Hure die türkischen Männer zu bedienen, aber sie ist in den Augen der gleichen Männer eine ehrlose Frau, die die Würde aller türkischen Frauen beschmutzt.


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