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Ein großer graublauer Vogel - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 4/1969
Spr.: D. 88 Min. FSK 16. Mono/DD. Zweitausendeins Edition. DVD.
Bestellnr. 895172

 
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Ein großer graublauer Vogel - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 4/1969 für 7.99 €

Ein großer graublauer Vogel - Zweitausendeins Edition Deutscher Film 4/1969

SKU# 895172

Der junge Dichter Tom X umgibt sich mit einer Gruppe exzentrischer Typen. Einer von ihnen, Belotti, behauptet, er wäre Wissenschaftler und hätte eine Formel entdeckt, mit der man die Welt beherrschen könnte. Bei einem Abendessen erzählt Tom X der Gesellschaft die Anekdote, ohne zu ahnen, wer sich alles für die Weltformel zu interessieren beginnt. Thomas Schamonis Spielfilmdebüt ist ein überbordendes Werk: poetisch, verwirrend, ungestüm, ein Manifest, ein Selbstzitat, eine Reflexion über das Kino und all seine Möglichkeiten. D/I 1969. Krimi mit Klaus Lemke, Sylvie Winter, Umberto Orsini u.a. Regie: Thomas Schamoni.

Spr.: D. 88 Min. FSK 16. Mono/DD. Zweitausendeins Edition. DVD.

Produktionsland: BR Deutschland/Italien
Produktionsjahr: 1969
Produktionsfirma: Thomas Schamoni/Prodi Cinematografica

Darsteller: Olivera Vuco (Diana), Klaus Lemke (Tom X), Lukas Ammann (Cinque), Sylvia Winter (Luba), Umberto Orsini (Morelli), Rolf Becker (Lunette), Walter Ladengast (Belotti), Bernd Fiedler (Knokke), Marquard Bohm (Bill), Robert Siodmak

Regie: Thomas Schamoni

Drehbuch: Thomas Schamoni, Uwe Brandner, Hans Noever, Max Zihlmann

Kamera: Dietrich Lohmann, Bernd Fiedler

Musik: Can

Unsere Filmempfehlung aus der Merkmail:
Thomas Schamonis Regiedebüt sollte eigentlich "Bottom" heißen, angelehnt an das Gedicht "Illuminationen – Bottom" des blutjungen Arthur Rimbaud. Doch dann entschied sich der Regisseur für eine Metapher aus den Versen: "Obwohl die Wirklichkeit zu dornig war / für meinen groß angelegten Charakter / fand ich mich bei meiner Herrin / als ein großer grau-blauer Vogel / der sich zu dem Stuckwerk der Decke aufschwang / und seinen Flügel schleppen ließ / in den Schatten des Abends." Diesem dornigen Alltagstrott begegnet Schamoni dann tatsächlich mit einem groß angelegten Kinocharakter. Sein "großer graublauer Vogel" ist ein wahrlich überbordendes Werk: poetisch, verwirrend, ungestüm, ein Manifest, ein Selbstzitat, eine Reflexion über das Kino und all seine Möglichkeiten. Von Mai bis Juli 1969 gedreht, passt der Film perfekt in die Aufbruchszeit, er rebelliert gegen "Papas Kino", das in den Augen aller jungen Filmemacher längst zu "Opas Kino" mutiert ist. Und als abermals ein Jahr später, im April 1971, der "Filmverlag der Autoren" gegründet wird – in Thomas Schamonis Wohnung und mit Schamoni als treibender Kraft – wird "Ein großer graublauer Vogel" eines der ersten Aushängeschilder des Verlages und des Neuen Deutschen Films. Bei seiner Uraufführung amüsierte sich Schamoni über die Eigendynamik des Films und seiner Dreharbeiten: "Heute wundern wir uns alle, wie wir aus dem Chaos wieder herausgekommen sind. Und wie sogar noch ein Film draus werden konnte. Mehr als ein Dutzend Leute hat pausenlos gedreht, nach Plan oder auch wie jeder Lust hatte. Wären wir in München geblieben, hätte sich mein ursprüngliches Projekt total verselbständigt, atomisiert. Dann würden immer noch Leute mit Kameras hinter dem großen graublauen Vogel herlaufen." Und 27 Jahre später fasste der Kritiker Hans Schifferle den Film äußerst treffend zusammen: "Pulp Fiction trifft den frühen Godard".


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