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Pressestimmen
Auf der SWR-Bestenliste Dezember 2010
„Aufrichtig, schonungslos, spöttisch, obszön - zum ersten Mal vollständig: Die Tagebücher von Samuel Pepys, das Bild einer Epoche, die Restauration im England des 17. Jahrhunderts, gezeichnet von ihrem präzisesten Beobachter und zugleich ein tabulos-intimes Porträt des Menschlich-Allzumenschlichen.“
Begründung der SWR-Jury
„Kein Buch für ein Jahr, sondern neun Bücher, die fürs ganze Leben reichen … Eine pralle historische Fundgrube, zum ersten Mal komplett auf deutsch.“
Nürnberger Nachrichten, 31.12.2010
Das menschlichste Werk, das jemals erschienen ist.
„Von 1660 bis 1669 schrieb der Londoner offenbar über beinahe alles, was einem zwischen dem 27. und 34. Lebensjahr so durch den Kopf rauscht: Frauen, Vergnügen, Karriere - und das daraus resultierende schlechte Gewissen. Pepys berichtet von Zeitereignissen wie der Pest und dem Seekrieg gegen die Niederländer. Zeitlos und ziemlich unterhaltsam.“
Spiegel online 21.12.2010
Eines der großen Wunderwerke der Weltliteratur:
„Ein Buch über Feuersbrünste und Pestepidemien, Wollust und Unzucht, Politik und Intrigen, Geld und Gier, Krieg und Frieden. Es ist ein Tagebuch – ach, was rede ich: Es ist das berühmteste Tagebuch der Welt, das WikiLeaks des 17. Jahrhunderts … Darin liegt das unglaublich Neue, bis heute Staunendmachende dieses Tagebuchs: Dass wir hier in extremer Nahaufnahme die Ausbildung eines modernen bürgerlichen Bewusstseins erleben. Am Allerspektakulärsten sind Pepys Tagebücher im Alleralltäglichsten … Zum ersten Mal liegen die Tagebücher nun ungekürzt in ihrer grandiosen Fülle komplett auf Deutsch vor. Keine Seite davon ist langweilig. Man schmeckt, man riecht, man sieht, man fühlt und man hört, bei der Lektüre von Pepys Tagebuch, wie es war, während dieser Zeit zu leben. Wenn man je lesend eine Zeitreise erleben durfte, aus dem Hier und Jetzt mit allen Sinnen in eine Epoche der Vergangenheit gerissen wurde, dann durch die neun Bände des Tagebuchs von Samuel Pepys.“
Denis Scheck, Druckfrisch, 19.12.2010
„Erste deutsche Komplettausgabe dieser prähistorischen Poltik-Porno-Trash-Nabelschau. Genial!“
Jens Balzer, Berliner Zeitung, 11.12.2010
Der Erfinder der Weltmitschreibekunst.
„Endlich gibt es den ganzen Pepys auf Deutsch. Das ganze Tagebuch dieses großen Erfinders der Weltmitschreibekunst … Bislang hatte es ja immer wieder Auswahlbände gegeben, in immer neuen Zusammenstellungen. Aber die täglichen Aufzeichnungen des Flottenbeauftragten des britischen Königs zusammenzustreichen, heißt in Wahrheit, ihnen ihr Bestes zu nehmen. Gerade in den Lebenszwischenräumen liegt ja die eigentliche Sensation des Buches.“
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.11.2010
Ein großes Vergnügen!
„Republik und Kerker, Monarchie & Sex, Pest und Alkohol: Englische Alltagsgeschichte erzählt von einem wahren Hedonisten. Ein großes Vergnügen!“
Tanja Martini, Taz, 27.11.2010
„Nach dieser Lektüre kann man süchtig werden … zweifellos ein gewagtes, ja heroisches Unternehmen, den ganzen Pepys in den deutschen Sprachraum zu verpflanzen.“
Werner von Koppenfels, Neue Zürcher Zeitung, 6.11.2010
Eine Daily Soap aus der Vergangenheit.
„Das Tagebuch der Tagebücher, ein einzigartiges Monument in der Weltgeschichte des Geschriebenen … erst der ganze Pepys ist Pepys. Es ist das Projekt, das diesen Text bedeutend macht. In einem endlosen Zeitkontinuum blüht eine unermessliche Fülle von Details und Gedanken auf. Pepys ist nicht nur Heros der Schonungslosigkeit und Agent der Selbstreflexion, sondern auch Ikone des Alltags, sein gewaltiges Schreibprojekt, das er aufgrund eines Augenleidens nach neun Jahren einstellt, ist kein entrücktes historisches Dokument, eher eine Daily Soap aus der Vergangenheit … Verleger Haffmans hat das Tagebuch im Interview den »Roman eines Lebens« genannt. Es ist mehr als das, es ist ein Nachschlagewerk der menschlichen Seele, allerdings ohne Lemmata, sodass wir es dann doch irgendwann wie einen Roman ganz gelesen haben müssen, um auf all jene Passagen gestoßen zu sein, die uns angehen. Das sind überraschend viele.“
Hans von Trotha, Die Zeit, 4.11.2010
Spannender als mancher historische Roman.
„Fast 10 Jahre umfassen die Tagebücher – es sind Schlüsseljahre des Londoner Lebens, der englischen Geschichte … Schon die Berichte des Sekretärs Pepys, der aus nächster Nähe auf den Schiffen im Ärmelkanal die Verhandlungen miterlebt und bei dem diplomatischen Husarenstück assistiert, lesen sich spannender als mancher historische Roman. Und dann erst seine Aufzeichnung der Krönungsfeierlichkeiten in London: – wie er frühmorgens mühsam einen Platz ergattert und dort stundenlang ausharren muss, was in der Kathedrale von Westminster vor sich geht, und das Fest danach: Es wird geschlemmt und auf des Königs Wohl gesoffen, was das Zeug hält, und auch seinen Kater am nächsten Morgen hat Pepys getreulich protokolliert … in der neuen Gesamtausgabe auf Deutsch wird es zum Roman - das Leben des eifersüchtigen Ehemanns, des lüsternen Schürzenjägers, des hochmusikalischen Kunstliebhabers und späteren Vorsitzenden der Royal Academy, des Freundes von Wissenschaftern wie Isaac Newton, Dichtern wie John Evelyn usw. Gute Vorsätze fasst er immer wieder, aber seine Gelöbnisse und Schwüre bricht er bei nächster Gelegenheit, er bereichert sich ziemlich schamlos, er nutzt es noch schamloser aus, wenn eine hübsche Kapitänsgattin um einen Posten für ihren Mann bittet, und er stöhnt, wenn die neuen Kleider für seine Frau Elisabeth schon wieder so teuer sind. Dass der Barockmensch aus dem aufstrebenden Londoner Bürgertum, Samuel Pepys Esq., selbstbewusst, fromm und königstreu, aber kritisch gegenüber vielem am Hof, wo es drunter und drüber geht, dass der Londoner Alltag selbst so farbig und unverstellt, zur Geltung kommt, vom Theaterbesuch bis ins Ehebett, vom Brathuhn bis zum Blasenstein - das erfahre ich erst aus dieser neuen, von Gerd Haffmanns in einer Riesenarbeit sehr lesbar übersetzten, und schön gestalteten Gesamtausgabe, bei der auch ein Kommentarband mit Register nicht fehlt.
Andreas Müller-Crepon, DRS2 aktuell, 23.10.2010
Ein packenderes Tagebuch wird man schwerlich finden.
„Nachdem Pepys beschlossen hat, das Tagebuchschreiben aufzugeben, lässt er die Reinschriften seiner Notate in Leder binden und verleibt sie seiner Bibliothek ein. Diese wiederum vermacht er dem Magdalene College in Cambridge. Dort schlummern sie ein Jahrhundert lang in den Regalen. Erst dann werden sie entdeckt, entziffert, publiziert - und haben sofort gewaltigen Erfolg. Alsbald zählen sie zum Kanon der englischen Literatur.
Völlig zu Recht. Sie überzeugen durch Offenheit, Farbigkeit, Neugier. Und sie sind glänzend geschrieben, in schlackenloser, klarer Prosa. Sie verbinden die Formelhaftigkeit des Diaristen - fast jeder Tag endet mit dem Eintrag And so to Bed - mit dem unverschämtesten Witz. Ein packenderes Tagebuch wird man schwerlich finden.“
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2010
Eine wunderschöne Ausgabe in bester Haffmans-Tradition.
„Pepys sieht seine Welt wahlweise mit den Augen des staunenden Kindes, des Künstlers, des Wissenschaftlers, des Buchhalters, des politisch interessierten Staatsbeamten, des geilen Bocks, des gottesfürchtigen Mannes. Jederzeit kann er blitzschnell die Perspektive wechseln, was seinen Lesern einiges abverlangt. Er ist nicht durchweg sympathisch, auch sich selbst nicht, aber er schont sich nicht. Seine Intriganz gegenüber ungeliebten Kollegen, die Unfähigkeit, Gelübde zu halten, die ewige Fremdgeherei, der Lebenshunger, der gelegentlich in eine fast moderne Gier, bloß nichts auszulassen, umkippt – er hat seiner Umgebung, vor allem Elizabeth, einiges zugemutet, und es gewusst. Dennoch ist er liebenswert, und seine Liebe zum Leben und zu dem, was das irdische Leben an Freude und Arbeit zu bieten hat, ist geradezu ansteckend … Haffmans & Tolkemitt sowie Zweitausendeins haben mit diesem Projekt ein ganz großes Ding gedreht und die anderen halbherzigen Pepys-Übersetzungen mit einem Schlag überflüssig gemacht … Es ist das überzeugendste Buchprojekt der Frankfurter seit Ewigkeiten, eine wunderschöne Ausgabe in bester Haffmans-Tradition, und preislich geradezu nachgeschmissen. Pepys wäre gewiss „mächtig zufrieden“, dass man dreihundert Jahre nach seinem Tod so viel Gewese um ihn macht.“
Marc Fabian Erdl, der Freitag, 6.10.2010
Eine Fundgrube für historische Exquisitäten.
„Durch Pepys’ unverschämt egoistische Sicht auf alles wird Geschichte hier herrlich konkret … Eine Fundgrube für historische Exquisitäten sind die Schriften auch deshalb, da Pepys sich für alles interessiert, was ihm begegnet – und zwar für alles leidenschaftlich. Er, der spätere Brieffreund Isaac Newtons, besucht Parlamentsdebatten, Museen, medizinische Experimente, besichtigt das erste Aquarium, rennt an jede öffentliche Hinrichtung, ist regelrecht süchtig nach Theater und sein Kopf ‚ganz voll davon, eine Theorie der Musik zu entwerfen, wie sie noch nie versucht worden ist‘“.
Michèle Wannaz. Die Wochenzeitung, 26.8.2010
Rückhaltlose Aufrichtigkeit.
„Die vollständige Publikation von Pepys Tagebüchern in deutscher Übersetzung ist eine beachtliche literaturhistorische Leistung und bietet ein allemal besonderes Lesevergnügen.“
Martin Sander, Deutschlandradio, 12.8.2010
Eines der bemerkenswertesten literarischen Zeugnisse überhaupt.
„Vor dreihundertfünfig Jahren, im Januar 1660, begann Samuel Pepys sein legendäres Tagebuch, eines der bemerkenswertesten und reichhaltigsten literarischen Zeugnisse überhaupt. Fast zehn Jahre lang hielt er täglich fest, was ihn bewegte. Auswahlbände hat es viele gegeben, doch nie eine vollständige deutsche Ausgabe - bis jetzt.“
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.1.2010
Sein Tagebuch ist das größte, das je geschrieben wurde.
„Sein Selbstporträt ist unvergleichlich, sein London unvergesslich. Ohne Pepys wüssten wir wesentlich weniger über das spannendste Jahrhundert unserer Geschichte, das 17., und auch entschieden weniger über die Natur des Menschen. Sein Tagebuch ist das größte, das je geschrieben wurde.“
Claire Tomalin, The Guardian, 10.01.2010


































