Diese Woche vor 560 Jahren wurde Leonardo da Vinci geboren. Er kam 1452 als uneheliches Kind des Bauernmädchens Catarina und des Notars Ser Piero da Vinci zur Welt. Sein Vater schickte ihn mit siebzehn in die Lehre bei dem florentinischen Künstler Andrea del Verrocchio, wo er mit Sandro Botticelli und anderen namhaften Renaissance-Kreativen zusammenarbeitete. Bis zu seinem Weggang aus Florenz Anfang der 1480er Jahre, perfektionierte Leonardo sein malerisch filigranes Spiel mit Licht und Schatten, seine psychologisch nuancierte Gesichtsdarstellung und seinen Einsatz des Sfumato, der das Motiv wie durch einen leichten Schleier erscheinen lässt. Zur gleichen Zeit begann der "umomo universale" vermehrt wissenschaftliche Studien zu verfassen, schuf für seinen Gönner und Arbeitgeber, den Grafen Ludovico il Moros in Mailand, ingenieurwissenschaftliche Entwürfe für Kriegsgerät, für das Verlegen von Wasserleitungen u.a. Doch auch als Künstler wirkte er weiter, malte in den Folgejahren etwa sein "Abendmahl" (1495), bei dem er gänzlich mit der traditionellen Ikonografie und Komposition des Motivs brach, oder seine weltbekannte "Mona Lisa" (ca. 1505/06). Parallel entwarf der Tausendsassa Statuen, Gebäude und Ausstattungen für Theaterbühnen, befasste sich ausführlich mit der Aerodynamik, mit der Anatomie des Menschen oder mit dem Verlauf von Naturerscheinungen. Seine letzten Jahre verbrachte er auf Einladung Franz I. hin in Frankreich, wo er sich fast zur Gänze seinen privaten Studien widmen konnte. Dort verstarb er auf seinem Landgut dann im Mai 1519.

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